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BAUFACH 3/09
BAUFACH 3/09
Die Zeichen der Zeit stehen auf Grün. Viele Signale in Industrie und Wirtschaft sind so gestellt, dass der Zug eindeutig gegen den globalen Krisentrend in eine durchaus von Optimismus geprägte Zukunft führt. Der Geschäftsklimaindex zeigt, dass die Unternehmen mit Zuversicht nach vorne blicken. Neue Urteile geben Anlass zur Befriedigung, die Branche setzt Leitbilder – alles zusammen genommen ist die Ausrichtung in der Baubranche eindeutig: Schluss mit dem negativen Denken!
Aktuelle Analysen lassen erkennen, dass aufgrund demografischer und gesellschaftlicher Bewegungen Veränderungen im Wohnungsbedarf mehr als deutlich werden. Jährlich bis zu 400.000 neue Wohnungen – alters- und singlegerecht geplant und gebaut – müssen noch bis 2025 gebaut werden, so fand das renommierte Eduard-Pestel-Institut heraus. Dazu passt die Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ des deutschen Baufachhandels und der deutschen Mauerwerksindustrie, die vor allem durch gezielte Lobbyarbeit die politischen Rahmenbedingungen für geeigneten Wohnraum verbessern will.
Ebenfalls auf dieser Linie zeigt sich die Initiative „Leitbild Bau“, die Planen und Bauen für die Zukunft auf eine neue Grundlage stellen will. Bundesbauminister Tiefensee hat nur Lob für dieses Grundsatzpapier und stellt fest: „Der Schulterschluss der Bauwirtschaft setzt ein deutliches Zeichen bei der Bewältigung der Konjunkturkrise“. Strategische Ausrichtungen wie dieses Leitbild werden der Branche helfen, mit viel Elan und Optimismus die aktuelle Lage ins Positive zu kehren.
Das gerade Mitte Mai gefällte Urteil des Bundesgerichtshofs in Sachen Verzögerungskosten bei öffentlichen Auftraggebern ist denn auch ein weiteres gutes Zeichen – zumal bei einem Thema, das lange schon zu Unmut in der Branche führte. Jetzt ist klar: zukünftig werden explodierende Kosten, die zwischen Angebot und Auftrag entstehen, nicht mehr zu Lasten des Auftragnehmers, gehen. Verzögerungen, die durch die öffentliche Hand bei Ausschreibungsprozessen entstehen, dürfen nicht dazu führen, dass Unternehmen Mehrbelastungen schultern müssen. Die Kosten müssen gegebenenfalls vom Auftraggeber übernommen werden.
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